22. März 2018

ceramitec-Branchenbarometer: Keramik- und Pulvermetallurgiebranche im Investitionsfieber

  • 96 Prozent der Unternehmen weltweit wollen ihre Gesamtinvestitionen im kommenden Jahr halten oder steigern
  • 76 Prozent der deutschen Unternehmen betreiben hohen Aufwand für Forschung und Entwicklung
  • Fachkräftemangel stellt die Branche vor Herausforderungen


Im Vorfeld der internationalen Leitmesse der Keramikindustrie ceramitec (10. – 13. April in München) ist die Stimmung in der Branche überaus positiv. Das verdeutlichen die Ergebnisse des ceramitec-Branchenbarometers*, für das über 600 Vertreter – darunter überwiegend Entscheider – deutscher und internationaler Unternehmen zu ihrem Investitionsverhalten sowie zum Branchengeschehen befragt wurden. Demnach planen weltweit 96 Prozent der Unternehmen ihre Gesamtinvestitionen im kommenden Jahr zu steigern (44 Prozent) oder auf hohem Niveau zu halten (52 Prozent).

„Die Traditionsbranche Keramik und Pulvermetallurgie macht sich fit für das digitale Zeitalter und ist dabei innovationsfreudig. Weltweit schätzen 59 Prozent der Unternehmen ihr Engagement bei Forschung und Entwicklung als gut oder sehr gut ein. In Deutschland trifft das sogar auf mehr als drei Viertel der Unternehmen zu. Das ist ein Ergebnis unseres Branchenbarometers, das im Auftrag der Messe ceramitec mithilfe eines Marktforschungsinstituts erhoben wurde“, sagt Gerhard Gerritzen, Mitglied der Geschäftsführung der Messe München.

Dementsprechend wollen weltweit 47 Prozent der Unternehmen in den kommenden zwölf Monaten ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung erhöhen und 51 Prozent ihre Ausgaben in diesem Feld konstant halten. Ähnlich investitionsfreudig ist die Branche auch hinsichtlich ihrer Produktion und Fertigung: 44 Prozent der deutschen Unternehmen und sogar mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Unternehmen weltweit planen im kommenden Jahr mehr Geld für neue Maschinen, Infrastruktur, Verfahren etc. auszugeben. Die ceramitec bedient die zukunftsorientierte Haltung der Branche. „Die Keramik ist ein jahrtausendealter Werkstoff mit großer Zukunft. Die Anwendungsmöglichkeiten werden immer größer und reichen von der Tiefsee über das Auto oder Smartphone bis zur Raumfahrt. Dazu tragen neue Verfahren wie die additive Fertigung bei. Unter anderem mit der neu ins Leben gerufenen Sonderschau Additive Fertigung bieten wir auf der ceramitec umfangreiche Informationen zu den neuen Möglichkeiten und Anwendungsgebieten“, kommentiert Gerhard Gerritzen, Mitglied der Geschäftsführung der Messe München.

Automatisierung und Neuheiten bei Roh- und Zusatzstoffen bestimmen Investments
Weltweit fällt die zunehmende Automatisierung der Produktion für Entscheider bei Investitionsvorhaben am stärksten ins Gewicht (35 Prozent). Danach folgen Neuheiten bei Roh- und Zusatzstoffen, Pulver, Betriebs- sowie Hilfsmitteln (25 Prozent) sowie das Thema Energieeffizienz (13 Prozent). Beschleunigt wird die voranschreitende Automatisierung der Produktion durch die Digitalisierung. Der Großteil der Branche sieht sich hier auf einem guten Weg: Mehr als 60 Prozent der weltweit befragten Unternehmen verfolgen entweder eine explizite Digitalisierungsstrategie, haben bereits wichtige Prozesse digitalisiert oder sehen sich sogar als Pionier in diesem Feld. Insgesamt sieht die Branche die Digitalisierung in erster Linie als Chance – insbesondere um die Qualität ihrer Produkte und Services zu steigern (41 Prozent), die Kosten zu senken (38 Prozent) und vor allem die Zufriedenheit der Kunden zu erhöhen (34 Prozent) bzw. flexibler auf Kundenwünsche eingehen zu können (36 Prozent). Gleichzeitig empfindet aber auch rund ein Drittel der Unternehmen die mit der Digitalisierung verbundenen hohen Investitionskosten als Hürde, zudem bereiten die Anpassung an bestehende IT-Systeme (24 Prozent) und der Kompetenzmangel im eigenen Unternehmen (19 Prozent) häufig Schwierigkeiten.

Branche kämpft mit Fachkräftemangel und Wettbewerbsdruck
Darüber hinaus treiben die Betriebe weitere unternehmerische Herausforderungen um: Weltweit sieht sich ein Großteil (37 Prozent) der Keramik- und Pulvermetallurgiebranche unter hohem Wettbewerbs- und Preisdruck. Dementsprechend zählt die Erschließung neuer (Absatz- / Produktions-) Märkte für viele Unternehmen (39 Prozent) derzeit zu den drängendsten Aufgaben. Besonders in Deutschland ist der Keramiksektor zudem mit einem gravierenden Fachkräftemangel konfrontiert. Knapp die Hälfte (44 Prozent) der Unternehmen hat Schwierigkeiten, ausreichend geeignetes Personal zu finden. In anderen Regionen ist die Situation zumindest etwas weniger angespannt. So gehört der Fachkräftemangel im restlichen Europa nur für 24 Prozent und in Asien nur für 21 Prozent zu den größten Problemen. Die ceramitec greift das Thema am 13. April mit dem CareerDay auf und bringt bei dem Informationstag Studenten und Young Professionals mit attraktiven Arbeitgebern aus der Branche zusammen.

Den Trend-Index als PDF zum Herunterladen finden Sie in der rechten Spalte unter „Downloads“.

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